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Pfeifenpflege

 

 

 

Die Pfeifenpflege


Eines der wichtigsten Themen um seine Pfeife möglichst lange genießen zu können. Und bei guter Pflege können das viele Jahre sogar Jahrzehnte sein.

Nach dem Genuss seiner Pfeife lockert man mit dem Räumdorn des Pfeifenbestecks die Asche und die unverbrannten Reste in der Brennkammer gründlich auf. Dabei kann man die Reste ruhig umrühren. Aber mit Vorsicht, damit die Kohleschicht die sich an der Brennkammerwandung bildet nicht beschädigt wird. Um die Bildung dieser Kohleschicht zu unterstützen hält man die Brennkammer mit dem Daumen oder einem Tuch (dann bleibt der Daumen sauber) zu, und schüttelt die Pfeife. Die feinen Aschepartikel verteilen sich so schön über die Innenwandung. Die trockene Asche sollte auch nicht sofort nach dem Rauchen ausgekippt werden, denn sie nimmt noch eine ganze Menge der entstandenen Feuchtigkeit (Kondensat) auf, so dass diese gar nicht erst in das Holz einzieht.
Nach ca. 10 - 15 Minuten können die Reste entfernt werden. VORSICHT! Die Pfeife dabei NIE an harten Gegenständen ausklopfen. Eine Beschädigung des Holzes wäre damit vorbestimmt. Klopfe die Pfeife lieber an der Handfläche aus oder noch besser, benutze einen Aschenbecher mit Korkeinsatz. Den kannst Du Dir auch ganz einfach selbst Herstellen. Klebe einfach den Kopf eines Sektkorkens in einen Aschenbecher. Deine Pfeife wird es Dir danken.

Mit dem weiteren Reinigen wartet man bis die Pfeife ausreichend abgekühlt ist, das kann 30 - 45 Minuten dauern. Entferne nie das Mundstück aus dem Holm, wenn die Pfeife noch warm ist. Das Mundstück würde mit der Zeit immer lockerer, und auch ein Holmriss oder -bruch wäre möglich. Da die meisten Pfeifen in Deutschland mit Filter geraucht werden ist das Abnehmen des Mundstücks aber nötig um die Pfeife vernünftig reinigen zu können. Sonst lässt sich der Pfeifenreiniger nicht bis in die Brennkammer führen. Außerdem wird der Boden der Kammer nicht ausreichend belüftet, und kann nicht richtig trocknen. Der Filter soll sowieso nach jedem Rauchen ausgetauscht werden, damit der Geschmack nicht getrübt wird. Denn in ihm setzen sich Ablagerungen ab, und er fängt das Kondensat auf welches sich beim Rauchen bildet.

Um das Mundstück aus dem Holm zu entfernen zieht man es vorsichtig mit drehender Bewegung aus der Holmbohrung. Dabei immer im Uhrzeigersinn drehen auch beim späteren wieder Einsetzen, nie hin und her drehen. Die Bohrungen werden mit einem normalen Bohrer im Rechtslauf gebohrt, dabei werden die kleinen Fasern in der Bohrung umgelegt. Beim hin und her Drehen würden diese aufgerieben und würden abbrechen. Der Mundstückzapfen säße nicht mehr fest in der Holmbohrung.

Jetzt kannst Du die Rauchkanäle in Mundstück und Holm mit Pfeifenreinigern gründlich säubern. Auch hier bitte Vorsicht beim Reinigen des Rauchkanals im Holm. Der Draht im Pfeifenreiniger sollte nicht in der Brennkammer die Kohleschicht zerkratzen. Das dadurch ungeschützte Holz würde sonst beim nächsten Rauchen durch die Glut verbrannt.
Bei gebogenen Mundstücken kann man das Drahtende des Reinigers leicht anbiegen, damit es sich besser durch den Rauchkanal führen lässt. Du solltest auch die Bohrung im Holm, die den Filter und den Mundstückzapfen aufnimmt, nicht vergessen. Diese kann man ganz gut mit einem auf der Hälfte umgenkickten Pfeifenreiniger reinigen (Wattestäbchen funktionieren auch ganz gut). Es gibt im gut sortierten Fachgeschäft auch kleine Rollen aus Vließ (siehe Zubehör).

Nach jeder ca. zehnten Pfeife sollte man die Rauchkanäle mit einer speziellen Reinigungsflüssigkeit (Wodka oder Whisky geht auch) reinigen. Vorsicht mit der Flüssigkeit, diese sollte nie mit der Aussenseite in Berührung kommen. Es könnten unschöne Flecken entstehen. Auch Ebonitmundstücke mögen keinen Alkohol von außen. Man taucht einfach einen Pfeifenreiniger in die Flüssigkeit (nicht zu nass machen) und reinigt damit die Bohrungen. Mit einem trockenen Pfeifenreiniger nachreinigen und eventuelle Flüssigkeitsrückstände aufsaugen. Danach sollte Deine Pfeife mindestens 1-2 Tage ruhen, damit sie wieder richtig austrocknen kann und der Tabakgeschmack sich voll entfalten kann.

Mit der Zeit wird die Oberfläche des Mundstücks etwas unansehnlich. Mit einer Mundstückpolitur aus dem Fachhandel und einem weichen Tuch kann man diese aber aufpolieren. Sie sehen dann wieder aus wie neu. Reicht das irgendwann nicht mehr aus, ist der Fachmann gefragt. Das Aufpolieren an einer rotierenden Polierscheibe verlangt viel Gefühl und handwerkliches Geschick. Dein Pfeifenfachhändler weiß bestimmt einen Pfeifenhersteller der Mundstücke für ca. 10 € aufarbeitet.

Auch der Pfeifenkopf bedarf der Pflege. Im Fachgeschäft gibt es spezielle Pflegetücher mit denen man dem Pfeifenkopf neuen glanz verleihen kann. Mit der Zeit wird die Kohleschicht in der Brennkammer immer dicker, und muss dann (wenn der Brennraum spürbar kleiner geworden ist) mit einem speziellen Werkzeug (Riemer genannt) zurückgeschnitten werden. Auch dies ist etwas was man lieber einem Fachmann überlassen sollte. Zu schnell kann man sich damit seine Pfeife zerstören. Wird die Kohleschicht nicht zurückgeschnitten, entstehen in dieser Spannungen die den Pfeifenkopf zerplatzen lassen können.

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