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Die Pfeifenherstellung
Die Herstellung einer Tabakpfeife setzt sich
aus vielen Arbeitsschritten zusammen. Wenn Du die Beschreibung über das
Bruyere-Holz gelesen hast, weißt Du schon wie die Blöcke entstehen aus
denen die Kanteln geschnitten werden. Diese sind die Rohlinge für die
Pfeife. Nun folgen ca. 80 - 100 Arbeitsschritte bis Du eine Pfeife in
der Hand hälst die Du rauchen kannst. Das Bruyere-Holz bietet gegenüber
anderen Holzarten Eigenschaften die es zum idealsten Holz für den Pfeifenbau
auszeichnen. Die meistgeschätzten Eigenschaften sind seine Härte und die
Hitzebeständigkeit beim Rauchen. Außerdem bietet das Holz eine besonders
schöne Maserung. Nach dem die Blöcke beim Pfeifenhersteller ankommen spalten
sich die weiteren Fertigungsschritte. Auf der einen Seite stehen die großen
Pfeifenfabriken in der die Pfeifen unter Einsatz von modernsten Maschinen
hergestellt werden. Auf der anderen Seite sind die kleinen Betriebe und
die Pfeifenbauer die ihre Pfeifen als Hobby herstellen, oder aus dem Hobby
einen Beruf gemacht haben und ihre Werke fast ausschließlich von Hand
fertigen. Der Anfang liegt in der Vorstellung der Form die meistens als
Entwurf zu Papier gebracht wird. Diese Form wird auf die Kantel übertragen.
Zuerst werden die Löcher für die Brennkammer und das Zugloch gebohrt,
dann wird die grobe Form zugeschnitten. Einige benutzen auch eine Dreh-
oder Drechselbank. Dabei zeigen sich, wenn vorhanden die ersten Schönheitsfehler.
Das können Risse oder Sand und Steineinschlüsse im Holz sein. Manche kann
man wegschleifen andere Stellen müssen ausgebessert werden. Der eine Pfeifenbauer
benutzt Kitt der andere setzt kleine Flocks. Der nächste läßt die Stellen
einfach, Holz ist schließlich ein Naturprodukt. Man kann aber auch Glück
haben und einen der seltenen "straight grains" erwischen. Dabei handelt
es sich um ein Stück von absolut fehlerfreiem Bruyere-Holz. Diese Stücke
sind allerdings sehr selten und die fertige Pfeife ist dann dementsprechend
teuer. Man kann aber auch eine so fehlerhafte Kantel erwischen, dass man
sie nur noch in den Müll werfen kann. Es ist nun mal ein Naturprodukt.
Nach dem groben Formen geht es an die Feinarbeit. Mit Schleifgewebe wird
der Rohling nach und nach Feingeschliffen. Besondere Aufmerksamkeit ist
dabei dem Übergang vom Holm zum Mundstück zu schenken. Das Mundstück steckt
während der Schleifarbeiten im Holm. Der letzte Schliff wird mit 600er
Körnung vollzogen. Diese Arbeit muss sehr sorgfältig ausgeführt werden.
Denn Nachlässigkeiten treten erst bei der letzten Oberflächenbehandlung
zutage. Abschließend kommen dann die Farbgebung und die Politur der Pfeife.
Manche Pfeifenbauer streichen die Wandung der Brennkammer mit einer speziellen
Einrauchpaste ein andere lassen das Holz wie es ist. Unterschiedliche
Ansichten über den Geschmack sind hier der Grund. Ob der Geschmack
dadurch wirklich verändert wird muss jeder für sich selbst entscheiden.
Dieser kurze Bericht soll Dir einen kleinen
Eindruck über den Arbeitsaufwand und die Kunst der Pfeifenbauer vermitteln.
Mit diesem Wissen bekommen die Preise schon eine ganz andere Dimension.

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