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Die Geschichte
der Pfeife
Den
ältesten Beweis über einen Pfeifenraucher entdeckten Archäologen
in einem Mayatempel im mexikanischen Chiapas. Die Statue eines Mayapriesters
aus dem Codex Troanus, der durch ein langes Holzstück Rauch inhaliert,
stammt aus der Zeit um 100 v. Christus.
Der nächste dokumentierte Nachweis stammt
von 1492. Als Kolumbus Amerika entdeckte sah er auch, dass die dort lebenden
Indianer Rauch durch ein langes hohles Schilfrohr, welches sie Tobago
nannten, inhalierten. Aus dem indianischen Tobago für das Rauchgerät
entstand die heutige Bezeichnung Tabak. Das von Kolumbus in die Heimat
mitgebrachte Kraut welches die Indianer rauchten, wurde von den Spaniern
aber wenig beachtet.
Der französische Entdecker Cartier berichtet
1536 über kanadische Stämme bei denen das Pfeiferauchen weit
verbreitet ist.
Als der Tabak 1559 erneut nach Spanien eingeführt
wird, entdecken ihn auch andere Länder für sich.
Als Dank an Jean Nicot, der zu Pulver gemahlene Tabakblätter als
Heilmittel benutzte um Adelige von ihren Gebrechen zu heilen, erhält
die Tabakpflanze ihren Namen "Nikotiana".
Es heißt, dass im Juli 1586 die ersten
Tonpfeife rauchenden Matrosen in Plymouth gesehen wurden. Sie sollen über
den Seeweg von Virginia nach Britannien gekommen sein und sich das Pfeiferauchen
von den Tabakanbauenden Siedlern Virginias abgeguckt haben.
Da die Tonpfeifen sehr brüchig waren,
fing man an nach alternativen Materialien zu suchen. Es wurden die verschiedensten
Materialien für die Herstellung von Pfeifenköpfen ausprobiert.
Die erste Meerschaumpfeife wurde angeblich
im 18. Jahrhundert von dem Budapester Schuster Karl Kovacz hergestellt.
Seine Hauskatze soll seine Tonpfeife zu Boden gestoßen haben wodurch
sie zerbrach. Um weiterhin seine Tabakslust befriedigen zu können
schnitzte er sich aus einem Stück Meerschaum, welches ihm ein Adeliger
für einen Schnitzauftrag zur Verfügung gestellt hatte, eine
Pfeife zur Überbrückung der Zeit bis zur nächsten Lieferung
von Tonpfeifen. Zu seiner großen Überraschung stellte er fest,
dass der Rauch erheblich besser schmeckte als aus einer Tonpfeife. Die
zweite Pfeife stellte er für den Adeligen her, der ihm den Meerschaum
zur Verfügung gestellt hatte. Durch diesen wurde die Meerschaumpfeife
in den Wiener Kaffeehäusern bekannt, und ließ die österreichisch-ungarische
Residenzstadt zur Metropole der Meerschaumpfeifen-Industrie aufsteigen.
Der Durchbruch gelang um 1850.
In Frankreich wurden erstmals Pfeifenköpfe aus Bruyere-Holz gefertigt.
Das Holz bewahrte den Geschmack und das Aroma. Die Tonpfeife wurde sehr
schnell verdrängt. Seit dieser Zeit wird Bruyere-Holz als das ideale
Material für die Herstellung von Pfeifenköpfen angesehen.
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