Michael
Ende (* 12. November 1929 in Garmisch-Partenkirchen; † 28. August 1995 in
Filderstadt) war ein deutscher Schriftsteller und Sohn des surrealistischen Malers
Edgar Ende.
Nachdem er 1945 dem Krieg entgangen war, zog er 1947 nach Stuttgart um auf die Waldorfschule gehen zu können.
Er zählt zu den beliebtesten und erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts. Seine Bekanntheit verdankt er vor allem dem großen Erfolg seiner Kinderbücher und ihren Helden, die mit ihrem einnehmenden Charakter zur Identifikation einladen und den Leser in fremde Welten voller visionärer Symbolkraft entführen.
Unter anderem erhielt er 1981 den Janusz-Korczak-Preis und 1982 den internationalen Preis Lorenzo il Magnifico. Seine Werke wurden in über 45 Sprachen übersetzt und haben eine Gesamtauflage von 20 Millionen erreicht. Die Verfilmungen seiner beiden erfolgreichsten Bücher "Momo" und "Die unendliche Geschichte" trugen ebenfalls zu seiner Bekanntheit bei, wobei Ende sich selbst von der Verfilmung der "unendlichen Geschichte" scharf distanzierte. Sowohl "Momo" als auch die "unendliche Geschichte" präsentieren düstere Visionen, in denen Fantasie und Menschlichkeit oder sogar die gesamte Welt selbst im Verschwinden begriffen sind. Die Grauen Herren aus Momo können auch als Kritik an der Technokratie und Wirtschaft interpretiert werden. Die meisten seiner Bücher erschienen zuerst im Thienemann Verlag.
Einen hohen Bekanntheitsgrad genießt die Verfilmung der Abenteuer von Jim Knopf durch die Augsburger Puppenkiste.
Ab 1978 arbeitete er mit dem Komponisten Wilfried Hiller zusammen; aus dieser Partnerschaft entstanden zahlreiche Musiktheaterstücke für Kinder.
Er starb nach längerer Krankheit im August 1995 in Filderstadt in der Nähe von Stuttgart.
(Quelle: www.wikipedia.de)